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COVID-19: Telemedizin in der Patientenversorgung

Die Ziele der Telefonanrufe bestanden vor allem in der Kontaktaufnahme mit den Patient*Innen in der Zeit der Isolation sowie in der Verbesserung der Gesundheitskompetenz. Obwohl die Anrufe von fast allen Personen als sehr positiv aufgenommen wurden, stößt die Telemedizin an ihre Grenzen: Sie kann den hausärztlichen Besuch zwar sinnvoll hinsichtlich der Erhebung gewisser Parameter ergänzen, aber nicht ersetzen. Insbesondere Patient*Innen in höherem Alter benötigen den Kontakt von Angesicht zu Angesicht und sind an den Umgang mit technischen Tools wie Videokonsultationen nicht gewöhnt. Schon die Maske stellt für die ältere Generation vielfach ein Problem dar, weil sie das Hören und/oder Verstehen der Botschaft erschwert. Telemedizin macht die Erlangung der Compliance der Patient*Innen viel schwieriger als das im direkten Gespräch der Fall ist. Die klinische Untersuchung ist der Mittelpunkt der Allgemeinmedizin – ein technisches Tool wird nie über die Feinfühligkeit verfügen, mit der wir unter Nutzung all unserer Sinne eine Diagnose erstellen.